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Abenteuer Bikepacking - Routenplanung und Packliste

Frei und unabhängig mit dem Rad abseits des Mainstreams draußen unterwegs sein, die Landschaft erkunden und allen “Naturgewalten” ausgesetzt ein Abenteuer erleben. So die teils romantische Vorstellung einer Reise mit dem Gravel-Bike. Nachfolgend ein paar Tipps zur Routenplanung sowie eine kurze Packliste für dein nächstes Outdoor-Abenteuer.

 

Routenplanung

Der Weg ist das Ziel deshalb legen wir besonderen Wert auf die Routenplanung bei unseren Bikepacking Touren. Die Route kann dich an einer stark befahren Straße entlang führen oder durch entlegene Gegenden und atemberaubende Landschaften. Es zahlt sich definitiv aus Zeit in die Routenplanung zu investieren, dafür kannst du auf der Reise in volle Zügen genießen. Dennoch sei dir bewusst: Pläne sind dazu da, um geändert zu werden.

 

Vorab ein paar grundlegende Fragen:


Wie viele Tage hast du Zeit?

Wie viele Kilometer und Höhenmeter traust du dir täglich zu? Setze die Messlatte für die täglich zurück zu legenden Kilometer und Höhenmeter nicht zu hoch. Da du diese Leistung mehrere Tage am Stück abrufen sollst ist es empfehlenswert sich langsam zu steigern. Plane Rasttage ein, entlang der Route gibt es bestimmt schöne Orte die zum verweilen einladen.

Planst du eine Runde um wieder zum Startpunkt zurück zu kehren oder nutzt du für Teile der Strecke öffentliche Verkehrsmittel?

Gibt es Alternativen, bei eventuellen Straßensperren oder Wetterumschwung?

 

Tools zur Unterstützung der Routenplanung

 

Der Bike Router dient uns als erstes Instrument für die Grobplanung der Route. Ganz einfach Start und Ziel eingegeben und eine erste Route wird berechnet. Nutze die unterschiedlichen Profile (wir verwenden Gravel “11n”, Gravel schnell und Rennrad wenig Verkehr) um diverse Routen Verläufe zu erhalten. So bekommst du ein erstes Gefühl für Distanz und zurückzulegende Höhenmeter. Komoot ist besonders hilfreich um, schöne Teilabschnitte oder Highlights entlang der Strecke zu identifizieren und in deine Tourenplanung einfließen zu lassen. Für die Detailplanung verwenden wir Ride with gps oder GPX Studio (eher für kürzere Touren). In diesen Tools kann die genau Route angelegt  und in Etappen unterteilt werden. Es besteht die Möglichkeit persönliche Notizen in der Karte hinzu zu fügen. Diese verwenden wir vor allem für das markieren von Schlaf-/Campingplätzen, Trinkwasser und Sehenswürdigkeiten.

 

Für die Navigation auf Reisen verwendet wir ein Garmin eTrex 32. Grund dafür ist die lange Akkulaufzeit, gutes Display, Überlagerung unterschiedlicher Karten und die Verwendung von Standard AA Batterien. Für spontane Zwischenstopps oder Umfahrungen nützen wir OSMAnd und mapy.cz am Smartphone.

 

Tipp: Für die Planung des groben Streckenverlaufes bei langen Routen zusätzlich eine analoge Karte verwenden. Diese bietet mir persönlich einen guten Überblick. Zusätzlich kann diese an einen zentralen Ort in der  Wohnung angebracht werden und die Vorfreude auf die anstehende Reise zum Ausdruck bringen.

 

Bikepacking - Was soll alles mit auf die Reise? Ein kurze Packliste

 

Um möglichst autark zu Reisen braucht es dann doch einiges an Gepäck oder eine große Portion Minimalismus. Folgend ein kurzer Einblick wie wir eine gute Mischung gefunden haben für unsere mehrtägige Tour quer durch Deutschland und was unsere Luxusgüter des Radreise Alltages sind.

 

Die erste Fragen die zu beantworten ist: Wo planst du die Nacht zu verbringen? In einer Unterkunft (Hotel, Pension, etc.), am Campingplatz oder irgendwo draußen in freier Natur entlang der Wegstrecker? Wir haben uns entschieden den Großteil der Nächte in freier Natur entlang des Weges zu verbringen. Dabei ist es wichtig sich im Zuge der Routenplanung bereits mit den lokalen Rahmenbedingungen und Vorschriften vertraut zu machen. Wer plant in einer Unterkunft zu nächtigen kann diesen Absatz mit ruhigen Gewissen überspringen und so auch ein paar Kilo an Gepäck einsparen ;)

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Hier unsere Grundausstattung für die Nacht im Freien:

  • Zelt: MSR Hubba Hubba NX - leicht und trotzdem robust. Wer hier noch Gewicht einsparen möchte greift zu einen noch leichteren Zelt beziehungsweise setzt auf ein Tab. Wir haben das Hubba Hubba zu schätzen gelernt auf unserer Reise. Es ist rasch und einfach aufzubauen. Das Zelt ist freistehend, kein lästiges spannen von Schnüren erforderlich. Bietet perfekten Schutz vor Regen, auch für das Gepäck ist Platz und ist ein mücken sicherer Ort. Das Zelt kommt nächstes Mal bestimmt wieder mit.
  • Unterlagsmatte: Wir haben Isomatten von Therma-A-Rest und Exped in Verwendung. Auch für den Sommer empfehlen wir eine Matte mit eine gut isolierende Matte.
  • Schlafsack: Die Schlafsäcke von Cumulus können individuell konfiguriert und somit an den persönlichen Wärmebedarf angepasst werden. Verstaut in einem Sea to Summit Compression Dry Sack kann noch einiges an Volumen eingespart werden.
  • Polster: Unser Luxus das aufblasbare Kissen von Exped. Echte Minimalisten würden wohl einfach ein paar T-Shirts oder die Jacke zusammenknüllen.

 

Tipp: Wer freundlich um einen Schlafplatz bei Privatpersonen fragt wird meist herzlich empfangen. In Deutschland gibt es dazu sogar eine Plattform 1nitetent.

 

Zur Verpflegung besuchen wir meist Bäckereien, Supermärkte oder Gasthäuser. Wer morgens nach dem Aufstehen bereits großen Hunger hat (so wie ich) oder in sehr entlegenen Gegenden unterwegs ist sollte ev. ein einfaches Frühstück dabei haben.
Tipp: unsere eigene Porridge-Mischung - leicht, schnell und nahrhaft. Mengenangaben für 2 Personen

 

60 g

Haferflocken (Kleinblatt oder im Pürierstab zerkleinert)

30 g

Einkornflocken (im Pürierstab zerkleinert)

25 g

Haferflocken (Großblatt)

1 TL

Kokoszucker

1,5 TL

Leinsamen

1,5 TL

Hanfsamen

1 TL

Braunhirse

15 g

Milchpulver

nach Belieben

Nüsse und Trockenfrüchte (Äpfel, Datteln, Feigen, …)
Zimt

 

Mit kochendem Wasser aufgießen, eventuell mit frischem Obst verfeinert und fertig ist das Frühstück.

 

Die Campingküche gesteht aus einen MSR Trail Lite Topf, einen MSR Pocket Rocket Stove, einer 100 g Gaskartusche, einer Tasse und zwei Sporks (Löffel und Gabel vereint). Für die Zubereitung des Frühstücks oder das erwärmen einer Suppe ausreichend. Dazu kommt noch ein kleiner Schwamm und biologisch abbaubares Spülmittel.

 

Für die Wahl der Kleidung ist die zentrale Frage: In welcher Jahreszeit planst du in welcher Region unterwegs zu sein? Unabhängig von Jahreszeit und klimatischer Zone gilt: organisiere dich wie eine Zwiebel - in Schichten. Zudem ist es für uns wichtig doppelt ausgestattet zu sein, das bedeutet zumindest einmal von völlig durchnässt auf trocken wechseln zu können. Merinowolle ist ein treuer Wegbegleiter auf langen Touren - geruchsneutral, schnelltrocknend und das bei perfekten Tragekomfort. Achte auf solide und wasserdichte Taschen für dein Gepäck. Nasse Ersatzkleidung ist keine große Hilfe. Wir verwenden Taschen von Apidura und Acepac und sind damit sehr zufrieden. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Taschen. Wichtig ist, dass diese gut und einfach an deinem Fahrrad befestigt werden können. Hier noch eine Liste mit allen Herstellern von BikePacking Taschen.

 

Was haben wir tatsächlich mitgenommen auf unsere Reise quer durch Deutschland im September 2021:

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2 Radhosen

2 Kurzarmtrikots (Merino)

Langarmshirt, T-Shirt
Leggings, Top (Merino)

Ärmlinge, Beinlinge, Stirnband, Neckwarmer

Unterwäsche

Daunenjacke, Haube

Windjacke + Gillet

Regenjacke, Regenhose, Schuhüberzieher

Radmütze

Fahrradhandschuhe (1x Fingerlos; 1x Warm)

Badebekleidung - Übrigens das einzige was wir tatsächlich nicht benötigt haben.

1 Paar Fahrradschuhe + FlipFlops

 

Da es im September 2021 nässer und kälter als gewöhnlich war haben wir unterwegs unsere Ausrüstung noch um eine warme lange Radhose bzw. gefütterte Beinlinge erweitert.

Mein Luxus für die Pause zwischendurch die Therm-A-Rest Z Lite Mini. Eine kleine Isomatte gerade groß genug zum sitzen, somit frierst du garantiert nicht oder wirst nass in der wohlverdienten Pause.

 

Auch für die Körperpflege gilt - keep it simple: Zahnbürste, Zahnpasta, Mundspülung, Deo, Seife, Haarbürste (Brille + Kontaktlinsen), Sonnencreme und ein kleines Handtuch. Eine Fettcreme  zur Vorbeugung von Scheuerstellen ist ebenso ein treuer Begleiter bei langen Ausfahrten (z.B. Deumavan intim Schutzsalbe).

 

Weitere Ausrüstungsgegenstände die keinesfalls fehlen dürfen sind: Akkupack, Fahrradbeleuchtung, Sonnenbrille, Erste Hilfe Paket, Werkzeug und zwei Trinkflaschen. Zudem packe ich gerne ein Grundausstattung mit Müsliriegeln und Sport Magnesium mit ein, das lässt sich jedoch auch alles unterwegs erwerben.

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Viel Spaß bei der nächsten Ausfahrt! Go out and explore.

Sebastian + Michaela

 

Über die Autoren: 

Sebastian ist 34 Jahre alt und hat es durch die Softwareentwicklung nach Linz verschlagen. Als leidenschaftlicher Radfahrer wollte er nicht weiter ins Ausland ausweichen, um im alpinen Gelände seiner Leidenschaft zu folgen und hat die Petition für ein legales MTB Wegenetz beim Innovationshauptplatz der Stadt Linz ins Leben gerufen. Es war wohl der richtige Zeitpunkt, um sich mit motivierten Kollegen zu verbünden um das Potential für Mountainbiken im Gelände mit den Interessengruppen um Linz ausschöpfen. Gemeinsam mit seiner Freundin Michaela, die auch freiwillig im Verein engagiert ist, sind die beiden aus eigener Kraft von Sankt Peter Ording über Wiesmar, Berlin, Dresden nach Linz gefahren. Ein größtenteils autarkes Abenteuer auf ca. 1.600 km mit ca 16.000 hm. 

 

 

 

 

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