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Ganzheitliche Mobilität und Funktionalität beim Yoga und im Bewegungsalltag

 In den letzten Jahren hat funktionales Training und Mobilisation immer mehr Stellenwert in unterschiedlichen Bewegungsbereichen erlangt. Ebenso hat die Popularität von Yoga zugenommen und findet immer mehr Einklang in unseren Alltag.

Mich bewegen und vor allem Menschen in Bewegung bringen ist meine große Leidenschaft und mein Unterrichtsstil hat darüber hinaus den Anspruch auf Nachhaltigkeit. Mit diesem Artikel möchte ich dir verdeutlichen wie Mobilisation und funktionales Training deine Yoga Praxis nicht nur positiv beeinflusst, sondern diese auch nachhaltig fördert.

Die Trainingsprinzipien von Mobilisation und funktionalem Training beziehen sich wie auch beim Yoga auf die Arbeit mit dem gesamten Körper unter Nutzung des Eigenkörpergewichts. In meiner eigenen Praxis sind diese Teilbereiche nicht mehr weg zu denken, aber zunächst möchte ich dir erst einmal die Begrifflichkeiten von Mobilisation und funktionalem Training näherbringen, um so die Brücke zum Yoga zu bauen.

 

Also, worum geht es bei der Mobilisation im Yoga?

Essentiell ist es dabei die Bandbreite der Bewegung zu vergrößern und an unsere Grenzen der Flexibilität zu gelangen. Flexibilität ist ein Teilbereich der Mobilität und eng an diese gekoppelt. Mit Hilfe unserer Flexibilität können wir aktiv aus der Position hinein und heraus kommen.

 

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>>> Die Beine sind im 90 Grad Winkel und ich versuche bei der Übung meine Knie vom Boden abzuheben.

 


Und wie unterscheidet sich die Flexibilität davon?


Flexibilität ist die Fähigkeit unserer Muskulatur sich zu dehnen. Dabei handelt es sich um eine passive Ausdehnung des Bewegungsspektrums.
Flexibilität und Mobilität sind also nicht unabhängig voneinander zu betrachten, da Flexibilität ein erheblicher Teil der Mobilität ist und die Mobilität ohne Flexibilität nicht
entwickelt werden kann, gerade im Hinblick auf eine ausgeglichene Körperbalance. Vorteile des Mobilitätstrainings sind beispielsweise:

  • Die Aktivierung dominierender Muskelgruppen
  • Die Verbesserung der Bewusstheit über die Muskulatur
  • Bewegungsfreiheit schaffen für eingeschränkte Muskeln um so ganzheitlich einen Ausgleich zwischen Flexibilität und Kräftigung zu erzielen
  • Reduzierung des Verletzungsrisikos
  • Die Korrektur von muskulären Dysbalance durch Muskelverhärtungen oder Hyperflexibilität
  • Verringerung von Gelenksschmerzen durch Auflösung von Verklebungen entlang der Gelenke
  • Befreiung von Muskelverspannungen auf Grund von Überlastung


Beim funktionalen Training werden Bewegungen ausgeführt bei denen mehrere Muskeln zusammenspielen. Grundbestandteil ist die Verbesserung der Core- Stabilität und eine ganzkörperliche Koordination. Der Fokus liegt darin den Muskelapparat inklusive Muskelansätze, Sehnen und Gelenke belastungsfähiger zu machen. Standartmäßig wird die Rumpfmuskulatur, sowie die tiefe Bauchmuskulatur und Schulterstabilität gekräftigt. Das Training ist ein Ganzkörpertraining und die Belastung wird auf mehrere Muskelsysteme umgeschlagen. Gängige Übungsbeispiele sind Kniebeugen, Plank Positionen oder Krabbeln. In Verbindung mit Yoga wären diese zum Beispiel der Yogi Squat ‚Molasana‘ , der Ausfallschritt ‚Virabhadrasana‘, Seitstütz, ‚Vashistastana‘ ‚twisted Pyramide Pose ‚Parsvottanasana‘.

 

„Bewegungen, die nur einen einzigen Muskel isoliert beanspruchen, sind als unfunktionell zu bezeichnen. Funktionelle Bewegungsformen integrieren immer mehrere Muskeln und Muskelgruppen gleichzeitig.”

– Gary Gray, Begründer des funktionellen Trainings

 

Erstmalig bin ich auf diese Trainingsprinzipien in meinem Auslandsaufenthalt in Amerika aufmerksam geworden. Hier spielen interdisziplinäre Prinzipien fast in jeder Yogastunde ihren Platz. Der Zusammenhang zwischen Mobilität, funktionalem Training und Yoga hat sich mir sofort erschlossen. Ich selbst finde es faszinierend die eigene Bewegungsfreiheit im Körper zu maximieren und so die Qualität unterschiedlicher Trainingsbereiche zu verbinden. Langfristige Trainingsziele können besser erreicht werden, wenn wir unsere Bewegungsmuster vielseitig gestalten. Je breiter wir aufgestellt sind, desto geringer ist die Chance eine Dysbalance oder Verletzung im Körper zu entwickeln. In meinen eigenen Yoga Klassen habe ich einen Weg gefunden einfache Mobilitäts und Funktionalitätsübungen einzubauen und dennoch Yoga in seinem Ursprung zu unterrichten oder zu praktizieren. Für mich erreicht eine Position oder ein Bewegungsablauf ein gutes Fundament, wenn wir in der Lage sind nicht nur statisch, sondern auch dynamisch in ihr zu agieren. So kann man beispielweise einfache Positionen wie den Stuhl ‚Utkatasana‘ mit Schultermobilisation und Wirbelsäulenmobilisation verknüpfen oder auch kraftvolle Ausrichtungen integrieren indem man in und aus der Position geht. Beispielhaft dafür wäre es von den Zehenspitzen bis zum tiefen Squat zu gehen oder auch weiter in eine Boot Position abrollt.

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 >>> Ich nenne diese Sequenze „Utkatasana Flow“. Dabei gehe ich von einer Stuhl Haltung zur Balance auf den Fersen, zum Boot, rolle auf den Rücken um wieder Schwung für das Aufstehen zum Stuhl zu erlangen.

 

Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und je mehr ich mich mit der gesamten Materie beschäftigt habe, desto eindeutiger wurden die Verknüpfungen zu den bestehenden Prinzipien deutlich.Viele Übungen stammen aus animalischen Bewegungsabläufen und sind in unserer heutigen Zeit nicht mehr Teil unseres täglichen Bewegungsablaufes. Für mich schlüssig erscheint daher, dass wir viele Bewegungen einschlafen lassen indem wir sie nicht mehr ausüben und der Körper demnach die Gesamtheit des Bewegungsspektrums einschränkt, weil es nicht mehr verlangt wird. Ein einfaches Beispiel ist das Tragen von Schuhen und im Kontrast dazu unsere ursprüngliche Laufposition barfuß zu laufen. Einfache Dinge wie Balance werden durch unbenutzte Muskulatur im Fuß schnell herausfordern. Darüber hinaus verliert die Muskulatur ihre Feinmotorik und passt sich an den Komfort eines festen Schuhwerks an. Ich bin großer Fan auch über die Matte und unsere Praxis hinaus Übungen in den Alltag zu integrieren, selbst wenn es nur einfache Mobilisationsübungen sind auf dem Weg vom Schreibtisch zur Toilette oder das Warten auf den Wasserkocher. 

 

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>>> Hier kannst du ein paare Alltagsübungen sehen.

 

Ich möchte dich mit den oben aufgeführten Beispielen einladen deine eigene Bewegungspraxis neu zu entdecken und mit interdisziplinären Konzepten zu spielen und so noch mehr Bewegungsfreiheit in deinen Leben einzuladen. Kleine Schritte sind entscheidend um Abwechslung in unserer Routine zu erschaffen und außerdem braucht unser Körper immer wieder neue Trainingsreize um nicht in einen Anpassungszustand zu gelangen der routiniert wird, aber keine neuen Verknüpfungen herstellt.

Ihr kennt ja sicherlich den gängigen Trainingseffekt, wenn ihr immer wieder die gleiche Übung oder Anzahl wiederholt und schnell feststellt, wie der Körper sich an die Belastung gewöhnt und die Herausforderung schnell abnimmt. Unser Körper wie auch unsere Praxis ist vielseitig und dadurch schaffen wir eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Bewegungsstruktur. Auch wenn Yoga immer mehr Anklang durch alle Altersgruppen hinweg findet müssen Verletzungsrisiken mitbedacht werden. Ein immer ähnlicher Bewegungsablauf einer Yoga Sequenz und keine Bewusstheit für dir Korrelation zwischen Flexibilität, Mobilität und Funktionalität kann das Verletzungsrisiko enorm erhöhen. Meine Intention als Lehrerin ist es eine nachhaltige Praxis für meine Schüler zu generieren und darüber hinaus ihre Nachhaltigkeit und Bewegungsqualität zu fördern. Yoga sollte aus einem stabilen körperlichen Fundament heraus praktiziert werden.

Ich bin überzeugt, dass umso mehr Körperbewusstsein bei meinen Schülern entsteht, desto nachhaltiger gestaltet sich unser Praktizieren. Mein Lehrer in Indien hat immer wieder betont, dass wir nur so jung sind wie die Beweglichkeit in unserem Körper ist. Die beste Grundvoraussetzung dafür ist eine gute Balance zwischen Mobilität und Funktionalität. Anhand dieser Prinzipien unterrichte ich meine Yoga- und Handstand Stunden in Berlin sowie weltweit verfügbare Klassen durch online Unterricht.

Alle Informationen dazu findest du auf meiner Seite : www.yogabyjules.de Ich freue mich von dir zu hören, deine Praxis zu inspirieren und darüber hinaus neue Bewegungen mit dir zu entdecken.

Jules

 

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