GOLF & YOGA

Warum wir Golfspieler von Yoga profitieren.

Blogbeitrag von Patricia Kaymer, merino.mate, Golferin und Yogalehrerin

Dass wir mit spezifischen Fitnessübungen unser Golfspiel verbessern können, ist mittlerweile auch bei vielen Hobbygolfern angekommen und ein fester Bestandteil des Trainings. Doch gerade die Herren der Schöpfung konzentrieren sich dabei häufig ein bisschen zu sehr auf’s „Gewichte stemmen“. Natürlich brauchen wir Kraft im Golfschwung, aber das Fundament des Golfschwungs ist die Mobilität.

Hierfür ist Yoga die ideale Ergänzung zum Golf. Yoga ist schon über 5000 Jahre alt und trotzdem immer noch im Trend. Das liegt zum einen sicher daran, dass Yoga sehr vielfältig ist und mit verschiedenen Stilen viele begeistert. Neben den unzähligen Vorteilen für Körper und Psyche lässt sich Yoga aber auch ganz wunderbar mit anderen Sportarten verknüpfen. Viele Leistungssportler wie unsere Nationalmannschaft,  Basketballer Dirk Nowitzki aber auch Golf Profis wie Tiger Woods haben den Nutzen von Yoga für sich erkannt.

Wer jetzt denkt, „ach ich bin aber viel zu unbeweglich“, den kann ich beruhigen. Man muss nicht flexibel sein um zum Yoga zu gehen. Man kann aber mit Yoga beginnen und dadurch beweglicher werden. Es geht im Yoga nicht darum seinen Fuß hinter den Kopf zu bringen oder graziös in den Kopfstand zu schweben. Yoga ist wirklich für jeden gemacht, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, flexibel oder verkürzt.

Wenn man Yoga und Golf nebeneinander stellt, sieht man viele Parallelen. In beidem helfen uns Balance, körperliche Stabilität, Konzentration und mentale Stärke. Warum sollen wir uns die Vorteile von Yoga also nicht für unser Golfspiel zu Nutze machen? Im Aufschwung brauchen wir im Golf vor allem Stabilität in den Beinen und der Rumpfmuskulatur und Flexibilität in den Schultern sowie der Brustwirbelsäule, um Spannung aufzubauen. Im Durchschwung ist es dann eher die Hüfte, in der Mobilität gefragt ist. So entsteht eine explosive Bewegung nach vorne. Bleibt die Hüfte stehen verabschiedet sich der Ball nach rechts. 

Für diese essentiellen Komponenten im Golfschwung gibt es im Yoga zahlreiche Übungen die genau das verbessern. Durch Yoga Übungen stärken wir unsere Mitte und verbessern unsere Muskulatur in den Beinen durch diverse Haltepositionen. Gleichzeitig können wir an unserer Schulter- und Hüftöffnung arbeiten. Durch das viele Sitzen im Alltag sind wir leider alle viel zu unflexibel in der Hüfte und unsere Schultern sind dank Computer und Handy den ganzen Tag nach innen rotiert.

Eine weitere wichtige Gemeinsamkeit von Golf und Yoga wird durch das Ausüben der Asanas (so heißen die Posen im Yoga) geschult, unsere Konzentration. Gerade bei Balanceübungen bringt uns unser Gedankenkarussell gerne aus dem Gleichgewicht, konzentriert man sich jedoch auf seine Atmung fällt einem so manche Übung um einiges leichter. Durch den Fokus auf den Atem können wir lernen, unsere Gedanken abzustellen. Genau davon profitieren wir auch im Golf. Beim Schlag über das Wasserhindernis, beim wichtigen Birdie Putt oder welche Situation am Platz Sie auch immer aus der Ruhe bringt: mit ein paar einfachen Atemübungen werden Sie wieder ruhiger und können sich besser auf den nächsten Schlag vorbereiten.

Für mich persönlich der größte Vorteil von Yoga? 
Es schult uns im Jetzt zu sein und nicht über vergangene Schläge und verschobene Putts zu lamentieren oder uns auszurechnen wie viele Punkte wir für die Unterspielung noch benötigen. Yoga hilft mir einfach zu akzeptieren und davon profitiere ich sicherlich nicht nur am Golfplatz.

 

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