MEDITATION & ACHTSAMKEITSTRAINING

Blogbeitrag von Jule Kühner, merino.mate und Yogalehrerin

Hast du mal 5 Minuten, um dir selbst zuzuhören? Um einfach nur zu sein? Nimm dir diese heilige Zeit für dich und fühle, wie dein Leben mit dem Moment im Fluss sein kann. In der Hektik unseres Alltags ist unser Zeitplan oft getaktet. Von früh bis spät sind wir am To- do-Listen abarbeiten. Doch das Wichtigstes bleibt auf der Strecke, nämlich die Momente, in denen wir stillsitzen und einfach nur Mensch sein dürfen. Momente, in denen wir nur atmen. Atmen, um vollkommen im Hier und Jetzt zu sein.

Als ich mit Yoga anfing, konnte ich die Minuten der Meditation kaum ertragen. Meine Gedanken drehten sich unaufhörlich im Kreise. Je tiefer ich in meine Bewegungspraxis eintauchen konnte, desto tiefer war mein Verlangen nach mehr Stille und Achtsamkeit. Dennoch hat es noch einige Zeit gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte endlich jeden Tag zu meditieren.

Aller Anfang ist schwer, wenn wir uns von Ausrede zu Ausrede hangeln. Als mich das Leben zum Stillstand zwang auf Grund eines Unfalls, begann ich jeden Morgen mit einer Meditation. Ich konnte nicht nur meine Heilungszeit verkürzen, indem ich meinen Fokus auf Genesung von innen heraus richtete, sondern konnte auch die Vorteile von einer täglichen Praxis ziemlich schnell beobachten.

Man glaubt ja bekanntlich erst, wenn man es am eigenen Leib erfahren hat. Meditation ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür und ich liebe es, welchen Einfluss es auf mein Leben hat. Dennoch muss man erst einmal selbst ins kalte Wasser springen und die Praxis zur täglichen Maxime machen. Wie das tägliche Zähneputzen, fühlt sich unser Geist wach und präsent, wenn wir uns ihm widmen.

Meine persönliche Praxis ist simple. Nach dem Aufstehen dehne ich mich sanft, um danach gut sitzen zu können. Ich habe einen Platz am Fenster, sodass ich das Licht in meine Meditation einladen kann. Ich bringe meinen Fokus zu meiner Atmung. Verfolge die Ein- und Ausatmung und meine inneren Sein Zustand am heutigen Tag. Daraufhin nutze die ersten Minuten, um durch meinen Körper zu wandern. Und dann lasse ich den Fokus in meinem Herzen weilen. Das Zentrum unserer Chakren, das Zentrum der Verbindung und bedingungslosen Liebe.

Meistens stelle ich einen Timer für 20 Minuten. Am Anfang meiner täglichen Praxis habe ich allerdings mit 5-10 Minuten angefangen. Du wirst selbst spüren, wann du bereit bist, tiefer einzutauchen.

Meditation ist das, was du draus machst. Es gibt keine allgemeingültige Formel, wie es sich anfühlen sollte oder was dabei richtig ist. Deine Praxis muss dir selbst guttun und nur du kannst die Vorteile deiner eigenen Praxis spüren. Dabei ist Ehrlichkeit zu sich selbst besonders wichtig, sodass du es dem Moment anpassen kannst.

Beobachte deinen Fokus und lass dich überraschen, was im Zuge der Zeit von ganz alleine in deinem Leben auftaucht bzw. sich manifestiert. Nimm dir Zeit für dich und fühle, wie dein Leben mit dem Moment im Fluss sein kann.

Liebste Grüße aus dem Herzen Berlins.
Deine Jules

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