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NATURVERTRÄGLICH DRAUSSEN UNTERWEGS

Blogbeitrag von Andreas Burger, merino.mate und Klettertherapeut

 

Tipps für eine gelungenes Miteinander zwischen Mensch und Natur

Immer mehr Menschen tummeln sich, gerade während Corona Zeiten, in der Natur, verlagern ihren Sport nach draußen oder suchen sich gar ganz neue Sport- und Daseinsarten in der Natur. Was für viele von uns eine Auszeit vom Alltag bedeutet, stellt für die Natur eine große Herausforderung dar. Oft geht dabei verloren, dass es wie im Fitnessstudio oder auf dem Fußballplatz auch Verhaltensregeln für ein gutes und naturverträgliches Miteinander gibt. Gerade in den Bergen sind diese „Regeln“ besonders wichtig, da kleine Eingriffe weitreichende und oft unabsehbare Folgen haben können.

Vorhandene Wege und Wegenetze nutzen

In den Alpen und den Mittelgebirgen gibt es ein dichtes Netz an Forst- und Wanderwegen. Diese Wege zu verlassen beeinträchtigt vor allem den Vegetationsraum aber auch den Lebensraum von Tieren. Der Boden solcher ungewollt neu gebildeten Pfade erodiert bei Schneeschmelzen und Niederschlag und es entstehen teils schwerwiegende Schäden. Abkürzen durchs Unterholz ist daher unverträglich mit der Natur und dem Lebensraum den sie bietet.

Müll wieder mitnehmen

Im urbanen Umfeld finden wir strategisch verteilt Mülleimer die regelmäßig von fleißigen Mitmenschen geleert werden. Diese fehlen in den Bergen, einfach aufgrund der enormen Infrastruktur die zur Bewältigung der Leerungen nötig wäre. Allerdings trägt jeder von uns einen kleinen Teil den Berg rauf – der kleine Teil lässt sich auch gut wieder runter tragen, gerade wenn die Brotzeit dann schon im Bauch und der Rucksack leichter ist. Plastikverpackungen, Flaschen, Hygieneartikel, Folien und vieles mehr findet sich immer wieder in der Natur. Du bringst es mit? Dann nimm‘s gern wieder mit nach Hause und schmeiß es da weg. Das gilt auch für biologische Abfälle wie Bananen- oder Mandarinenschalen.

Rücksicht untereinander

Viele Menschen auf schmalen Wegen? Wer lässt durch bei Auf- und Abstieg an Engpässen? Die Musikbox am Rucksack für den besten Sound? In der Natur und am Berg begegnen uns allerlei Dinge, die wir aus unserem urbanen Dasein nicht kennen und die neue Verhaltensregeln für ein sozialverträgliches Miteinander fordern. Generell gilt, dass aufsteigende Personen Vorrang haben, also anhalten und vorbeilassen beim Abstieg. Auch wenn es mal schmaler wird, Tempo anpassen und danach überholen – Drängeln kann risikoreiche Situationen erzeugen, vor allem am Berg. Mountainbiker lassen prinzipiell den Fußläufigen den Vorrang. Die Musikbox kann als Ballast für’s Training gern in den Rucksack, am besten ausgeschaltet oder ohne Akku. Die Natur macht Ihren eigenen unbeschreiblich schönen Sound. Also daheim lassen, auch wenn es zum Bouldern und Klettern geht und in den meisten Hallen Musik läuft. Am besten funktioniert immer noch miteinander sprechen und sich verständigen.

Vorsicht auf Almweiden

Kühe sind lila und können sprechen? Wer regelmäßig in den Bergen unterwegs ist, wird früher oder später auf einer Almweide auf Kühe und Kälber stoßen. Normalerweise sind die Tiere sehr friedfertig, mit ein wenig Abstand kann man beruhigt an ihnen vorbeigehen. Mit Hund gestaltet sich das etwas anders, denn Jungtiere reagieren manchmal aggressiv auf die anderen Vierbeiner. Und bitte nehmt die Hundehaufen wieder mit, denn die Salatschüssel der Kuh verträgt sich damit gar nicht gut. Also anleinen, Hundehaufen sammeln und Abstandhalten. Almgatter wieder schließen ist ebenso wichtig, denn diese halten die Tiere davon ab auszubüxen und bewahren sie so vor einem Absturz. Tür auf, durchgehen und Tür wieder zu. Ist wie daheim mit der Haustür.

Mit Köpfchen anreisen

Wenn der Berg- oder Naturtag mit einem Verkehrschaos auf der Straße und am Wanderparkplatz beginnt, macht die Tour gleich weniger Spaß. Am besten reist es sich naturverträglich mit dem ÖPNV an. Die deutsche Bahn oder Busstrecken nutzen sich da wunderbar und die lokale Bevölkerung freut sich besonders über Gäste die nicht die Hofeinfahrt zu parken oder den Ortskern der oftmals kleinen Gemeinden verstopfen. Die Anreise ist Bestandteil einer jeden guten Tourenplanung und lässt sich gut einbauen in der Vorbereitung. Wer doch mit dem eigenen Auto anreist, der nutzt optimaler Weise die vorhandenen ausgeschilderten Parkplätze und Stellflächen.

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